Lovestory












Herkunft

Ursprung und Geschichte des Tibet Spaniels kommt aus den Bergen und dem Hochplateau von Tibet, auch das Dach der Welt genannt. 3000 - 5000 hoch sind diese Regionen gelegen, dass dort herrschende Klima ist äusserst extrem.

Der kleine Löwenhund hat sich seit ältester Zeit im tibetischen Hochland kaum verändert.

Während in China die Haltung ausserhalb der Mauern des Kaiserpalastes verboten war, wurden in Tibet kleine Hündchen nicht nur in den Klöstern und im Herrscherpalast gehalten, sondern stets auch als Haushund von höhergestellten Familien. Dies vermutlich schon seit vielen Jahrhunderten.

Die kleinsten und schönsten Exemplare wurden in der Regel als Gunstgeschenke an die Mönche abgegeben. Die Hunde liessen sich gerne auf den Klostermauern hoch über den Tälern nieder. Bei Anrücken von Fremden wurde dies von Ihnen mit lauten Gebell kund getan. So sitzt er heute noch sehr gerne an erhöhter Lage, von wo er alles beobachten kann.

Das war aber nicht die einzige Aufgabe dieser Hunde. Sie wurden auch von den Mönchen als Wärmekissen während der langen und kalten Meditationsstunden des tibetischen Winters benutzt. Zusammengerollt lag oft ein kleiner Tibet Spaniel in einem Ärmel der weit geschnittenen Mönchskutte. Darüber hinaus war es Brauch, die Hunde zum Drehen der Gebetsmühlen abzurichten. Er wurde als heilig angesehen und galt auch als Glücksbringer, war daher praktisch unverkäuflich.

Wie kam die Rasse zu uns?
Schon Marco Polo soll diese Hunde, die er beim Mongolenfürsten Kublai Kahn kennen gelernt hatte, beschrieben haben.
Aber erstmals tauchte der Tibet Spaniel 1895 in England auf, als Mrs.Mc.Laren Morrison einer dieser Hunde an der Crufts zeigte. 1920 brachte die Ärztin und Missionarin Dr.Grieg eine Anzahl tibetischer Hunde über Indien nach England. Sie war es dann auch, die mit der Zucht von Tibet Spaniels den Grundstein legte. 1961 wurde der Tibet Spaniel von der FCI anerkannt. Gehört der FCI Gruppe 9, Gesellschafts und Begleithunde an.

 

Aussehen / Standart

Allgemeines Erscheinungsbild
Sehr ausgewogene Gesamterscheinung.
Die Länge des Körpers ist geringfügig grösser als die Höhe des Widerrist.

Kopf und Schädel
Im Verhältnis zum Körper klein, stolz getragen.
Bei den Rüden, rüdenhaft, jedoch nicht grob.
Der Schädel ist mittelmässig
lang und leicht gewölbt.
Mässiger deutlich wahrnehmbarer Stop. Mittellanger, stumpfer,
gut gepolsterter faltenfreier Fang.
Das Kinn ist tief und breit. Die Nase vorzugsweise schwarz.

Augen
Dunkelbraun, oval, strahlend und ausdrucksvoll.
Von mittlerer Grösse, ziemlich weit voneinander entfernt eingebettet,
jedoch gerade nach vorne gerichtet.
Augenlider schwarz.

Ohren
Von mittlerer Grösse, hängend, ziemlich hoch angesetzt,
bei ausgewachsenen Hunden gut befedert.
Es ist erwünscht, dass sie seitlich vom Schädel etwas abgehoben,
aber nicht abstehend getragen werden.
Grosse, schwere und tief angesetzte Ohren sind untypisch.

Gebiss
Geringfügiger Vorbiss.
Unterkiefer zwischen den Fangzähnen breit, wobei die
Schneidezähne gleichmässig angeordnet sind.
Vollzahnigkeit erwünscht. Zähne und Zunge dürfen bei
geschlossenem Fang nicht sichtbar sein.

Hals
Mässig kurz, kräftig und gut in den Körper übergehend.
Mit einer Mähne bzw. einem Schal, welcher aus längerem Haar
geformt wird, bedeckt, wobei dies bei den Rüden ausgeprägter
als bei den Hündinnen in Erscheinung tritt.

Vorhand
Mittlere Knochenstärke. Die Vorderläufe zeigen eine geringfügig
gebogene Form, liegen aber gut an den Schultern an.
Schulter schräg und gut zurückgelagert.

Körper
Die Länge vom Widerrist bis zum Rutenansatz ist geringfügig
grösser als die Höhe am Widerrist.
Gut gewölbte Rippen, gerader, fester Rücken.

Hinterhand
Gut geformt und kräftig, mit tiefstehenden Sprunggelenken.
Von hinten betrachtet gerade.
Mittelmässig gewinkelte Kniegelenke.

Pfoten
Hasenpfoten. Klein und gut geformt, zwischen den Zehen befedert,
wobei diese Befederung oftmals über die Pfoten hinausreicht.
Runde Katzenpfoten unerwünscht.

Rute
Hoch angesetzt, reich befedert und in der Bewegung fröhlich
eingerollt über dem Rücken getragen.
Eine im Stand herunterhängende Rute darf nicht bestraft werden.

Bewegung
Schnellfüssig, gerade, frei und selbstbewusst.

Haarkleid
Deckhaar von seidiger Struktur, am Gesicht und an der Vorderseite
der Läufe kurz, am Körper von mittlerer Länge und ziemlich glatt anliegend.
Dichte, feine Unterwolle. Ohren und die Rückseiten der Läufe schön 
efedert, Rute und Sitzbeinhöcker reichlich mit langem Haar bedeckt.
Nicht übermässig behaart,
wobei Hündinnen in der Regel weniger Haarkleid und weniger Mähne
als die Rüden haben.

Farben
Alle Farben und Mischungen von Farben sind erlaubt.

Grösse/Gewicht
Schulterhöhe um 25,4 cm. Ideal sind 4,1 bis 6,9 kg.

Charakter
Der Tibet Spaniel ist ein sehr intelligenter und fröhlicher Hund mit
viel Charakter und einer grossen Persönlichkeit.
Durch den Himalaya geprägt, ist er von robuster Gesundheit und grosser Anpassungsfähigkeit.
Trotz seiner geringer Körpergrösse ist er wetterfest und liebt auch längere Wanderungen.

Der Tibet Spaniel ist kein Schosshund.
Er ist ein grosser Hund in kleinem Körper, ebenso erstaunlich ist sein Mut.
Fremden gegenüber zeigt er sich zurückhaltend.
Seiner Wachsamkeit engeht gar nicht`s. Trotzdem ist er kein Kläffer.
Sein bevorzugter Platz ist eine erhöhte Lage,
wo für ihn alles überschaubar ist.

Da sie feinfühlig sind, lassen sie sich nicht täuschen.
In seiner Erziehung braucht er eine einfühlsame aber konsequente Hand.
Dies macht ihn zu einem liebenswerten und sensiblen Begleiter.
Bei Erziehungsmassnahmen wie Strenge und Gewalt schaltet der
Tibet Spaniel auf stur und seine Ohren auf Durchzug.

Mit seinem geduldigen Wesen eignet er sich als guter Begleiter für Kinder,
ebenso versteht er sich mit anderen Haustieren.
Er liebt es auch unter mehreren Artgenossen zu leben.

Mit seinem halblangen Haarkleid braucht der Tibet Spaniel keine
intensive Fellpflege.

Die Tibbis sind langlebig.
Sie können ein Alter von 16 Jahren und mehr erreichen.

 
 
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